Beten & Bitten

Vor einiger Zeit kam eine Frau zu mir. Sie war eingehüllt in Hass und Groll und jammerte über den Verlust ihres Ehemannes. Nein er verstarb nicht, sondern begab sich in die Hände einer anderen Frau.
Ich versuchte ihr zu erklären, dass der Kummer sie krank mache und Liebe ihr Herz heilen kann.
Und wie bitte schön, fragte sie mich, soll ich dies tun?
Ich antwortete ihr, indem du beginnst deinen Hass und deinen Groll in Liebe zu verwandeln.
Nicht ihre materielle Welt war zerbrochen, sondern ein tiefer Hass grub sich in ihr Herz. Dieser Hass offenbarte sich als Eigenhass, versagt zu haben. Ihre Eltern lebten nicht gerade liebevoll miteinander und Schuld wurde immer auf den Schultern des anderen ausgetragen.
Nun erlebte sie diese Gefühle, doch es waren ihre eigenen, welche sie jetzt in vollen Zügen lebte. Eine Autobahn im Kopf, die dazugehörenden Gefühle inklusive. Irgendwann enden diese dann in massiven Körperlich- Seelischen Problemen. Sie neigte schon sehr stark dazu.
Sie schaute auf ihre Lebenslinie zurück. Auf eine gemeinsam verbrachte wunderschöne Zeit, nahm ihre Fehler an und begann zu vergeben. Zuallererst sich Selbst.
Ich erklärte ihr, wenn sie sich wirklich liebt, dann erfreut sie sich an ihrem Glück und an das Glück des Anderen. Ich gab ihr den Rat jeden Abend für sich in Liebe zu beten und wenn sie bereit ist, es auch für ihren Exmann zu tun.
Aus Erfahrung weiß ich, dass dies ein sehr gutes Modul ist Hass und Groll zurückzulassen, denn bekanntlich zehren diese Eigengefühle am Selbst. Ein Gebet kann zwar keine Toten mehr erwecken doch es kann alte Wunden heilen. Ein Gebet ist für den einen vielleicht ein Gespräch mit Gott, für den anderen die Stille des Geistes und ein Dritter wiederrum hängt jetzt genau an diesem einem Wort „Gebet“ fest. 
Meine Empfehlung einfach einmal probieren. Beten und Glaube sind auf meiner Landkarte wichtige Werkzeuge und es bedarf keiner religiösen Anhängerschaft. Bitten um Liebe, vertreibt Hass. Die Gefahr kann dabei sein, dass Liebe heran rauscht. Nebenwirkungen habe ich noch nie erfahren oder gehört. Gemeinsam bastelten wir die Grundstöcke für ihr Gebet und sie nahm es als Aufgabe mit in ihre Zeit .
Feedback dieser Klientin. „Ich habe es zu Beginn tatsächlich trainiert und mich gezwungen, doch nach ca. 3 Wochen fühlte ich, mir geht es besser. Körperlich geht es bergauf und ich fange gerade meinem geschiedenen Mann an zu vergeben. Nicht einfach, doch es wird immer besser. „
Wie der Mensch in seinem Herz denkt, so ist er, in seinem Herzen nicht in seinem Kopf.

Herzliche Grüße
Grit Lehmann

a4
PS: Ich bekam das Feedback, dass diese Technik in einem Buch wohl beschrieben ist, doch ich gestehe, ich merke mir gern Dinge, die mir selbst einmal gut getan haben und gebe diese dann gern weiter. Der Ideengeber ist somit unbekannt, die Wirkung allerdings enorm.

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