Bleib stehen und atme ….

Wenn dich die Vergangenheit einholt, bleib stehen, lass sie vorbei gehen und dann gehe weiter deinen Weg.
Diese Zeilen schrieb ich heute einer Reikischülerin, deren Leben viele harte Schicksalsschläge durchzogen haben.
„Danke, danke“, schrieb sie zurück, „ich werde es aufnehmen wie eine Lotusblume.„
Sie war gerade unterwegs in Wald und Flur und ich bin guter Dinge, dass sie von dem geplanten Weg abgewichen ist, um ihre Vergangenheit vorbeilaufen zu lassen.
Diese, unsere Vergangenheit können wir nicht ändern, nur annehmen wie sie geschehen ist. Was wir jedoch ändern können ist das Denken und Fühlen, was im Hier und Jetzt noch immer verbunden ist.
Ca. 60 000 Gedanken laufen an solch einem Tag wie heute, durch unseren Geist. Meine Vermutung sind, nicht immer die allerbesten, beweisen kann ich es nicht. Jedoch kann ich an dieser Stelle das Eisbergmodell erwähnen.
Und dann kommt der Moment, wo du glaubst der Erdboden öffnet sich und deine Füße verlieren den Boden unter sich. Die Seele schreit und du weißt gar nicht warum, denn im Augenblick zuvor war die Welt doch noch ganz in Ordnung.
Schaffst Du es in diesem Moment deine Gedanken zu überprüfen, wirst du vielleicht überrascht sein wer diese Gedanken denkt. Manchmal sind es die eines ganz anderen Menschen, vielleicht deiner Mutter oder deines Vaters, manchmal sind es auch die Gedanken des kleinen Mädchens im Alter von 6 Jahren oder des 12 jährigen Jungens der sich gerade einsam und allein fühlt. Dessen scheinbar heile Welt in tausend Stücke zerfällt.
Selbst 20-30 Jahre später immer noch dieselben Gedankenschleifen, nur ausgebauter und routinierter ohne dass wir es selbst noch bewusst wahrnehmen, wer oder was da in uns herum denkt, sondern wir nur die Wahrnehmung haben, ein Scheissgefühl in uns zu tragen, was schon fast ein guter Freund geworden ist. Zumindest fühlt es sich mächtig bekannt an. Dann kommen oft Worte wie Schuld, Gefühle von Hass und Groll in uns auf und es fühlt sich an, wie ein brausender Sturm im Herbst.
Das gute was ich heute und hier berichten kann, diese Schleifen kann man(n) / frau unterbrechen. Mit Willenskraft oder mit einem Glauben an eine Gegenwart und Macht, braucht man dafür keine Hilfe.
Es gibt auch geniale Spiele, wie z.B. die Stopptaste zu drücken und ganz tief in den Bauch atmen, behilflich kann auch ein Gespräch mit einem guten Freund sein, dem man vertraut und wenn dies gar nicht funktionieren sollte, lohnt es sich auch einmal in professionelle Hilfe zu investieren. Nicht für jemanden anderen sondern nur für dich.

Als Tipp: Nimm Dir 10 Minuten Zeit , begib Dich auf deinen Energieplatz, der Ort an dem Du Dich sicher und geborgen fühlst und lausche, wer da in Dir spricht. Nimm es wahr und dann
lächle mit Stolz und Achtung und versuche den Modus Mute hinzubekommen. Für jede einzelne Sekunde darfst Du stolz und dankbar sein. Dies ermöglicht Dir dieses Bermudadreieck des Denken und Fühlens zu unterbrechen.
Viel Erfolg beim ausprobieren und in gelungenes Denkfreies zweites Januarwochenende wünsche ich Euch.
vergangeheit

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