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„Unterdrückte Wut – Die Rebellion des Körpers. „

Ein gut geschriebener Artikel.

Unterdrückte Wut – Die Rebellion des Körpers. Dabei dürfen Tränen fließen, Wut, Angst oder Verzweiflung zum Vorschein kommen.
Emotionen die nicht verarbeitet werden, bleiben im Körper zurück. Als Stress legten sie sich an den verschiedenartigsten Stellen nieder und machen irgendwann aus Glaubenssätzen Lebensläufe. Meinen Klienten fällt jetzt vielleicht die bildhafte Metapher vom Einkochtopf ein. Entweder die Ventile öffnen sich oder der Deckel platzt.
Es muss nicht immer Missbrauch sein. Manchmal reichen kleinere Geschehnisse aus, die unser Gehirn unverarbeitet einsortierte. Der Körper bleibt unversehrt die Seele jedoch wird verwundet. Unsere biochemischer Cocktail wird jeden Tag aufs Neue angeheizt und wir können ganz viel dafür tun, dass dieser auf Sparflamme kocht oder noch besser auf Körpertemperatur abkühlt.
„Ein guter Therapeut kann ein solcher Zeuge sein und seinem Klienten dabei helfen, sich von den alten Anpassungsmustern zu befreien. Er macht es ihm möglich, auf sein inneres Kind einzugehen, sodass der Betroffene womöglich zum ersten Mal erfährt, was es bedeutet, sein wahres Selbst zu spüren.“
Doch irgendwann schaut ein Betroffener seine Timeline zurück ohne fehlplazierten Emotionen und beim Blick nach vorn fühlt es sich auf einmal viel leichter an.

http://mymultiple.me/artikel/mythos%20vergebung.html

 

Vergeben – metta`- liebevolle Güte

Schon ein paar Jahre begleitet mich eine Technik durch´s Leben, welche sich Vergeben nennt. Doch wie kann ich einem Menschen vergeben wenn ich mir selbst nicht vergeben kann.
Anfangs ist diese Vergeben – Technik gar nicht so Ohne. Oftmals muss ich lachen, wenn ich diese Methode Klienten oder Freunden erlerne oder mit auf ihren Weg gebe. Proteste wie diese, kamen schon mehrmalig, z.B. „ Dem Arsch vergeben das geht gar nicht! „ Mein Spruch hinterher : „ Ich sage ja auch nicht das es einfach ist, doch immer einen Versuch wert.“  🙂

Der Anfang beginnt immer bei dir und dann geht es weiter, bis du zu dem Punkt kommst, an dem du deinen ärgsten Feind begegnest. Ich gestehe, auch bei mir klappt es noch nicht immer, doch der Weg des immer öfters, fällt immer leichter.
Einer der letzten Dezembertage im alten Jahr, gab mir die Möglichkeit das Buddhistische Kloster in Stammbach kennen zu lernen. Ein weiterer Glücksfall an diesem Tag, ich durfte die Erschaffer dieses Ortes kennen und schätzen lernen. Zwei ganz „normale“ Menschen mit ganz „normalen“ Dingen im Kopf und für mich, einzigartig in ihrem Tun und Sein.
Beim Abschied bekam ich ein Buch geschenkt. Als ich auf Seite 61 gelangte hielt ich inne, las noch einmal und nun kenn ich die Technik auch aus der Sicht des Buddhismus. Der Namen dafür.
**metta`** liebevolle Güte


„In der buddhistischen Überlieferung gibt es etliche Meditationsmethoden zur Entwicklung positiver Emotionen. Ein gutes Beispiel ist die metta` bha`vana, in der es darum geht, liebevolle Güte – metta`- für sich selbst und andere hervorzubringen. Diese Methode hat fünf Abschnitte: Auf dem grundlegenden, keimhaften Wohlwollen aufbauend, das wir alle schon für uns selbst empfinden, nähren und stärken wir ein Gefühl liebevoller Güte für uns selbst; danach wiederholen wir dasselbe für einen geleibten und geschätzten Menschen, dann für jemand den wir nicht gut kennen, und im vierten Abschnitt für einen Menschen, den wir schwierig finden oder sogar als „Feind“ einstufen. Anschließend versuchen wir Wohlwollend und Freundlichkeit in gleicher Stärke zunächst für die vier Personen der bisherigen Abschnitte zu entwickeln und dann allmählich immer weiter auszudehnen – so weit, wie es irgendwie geht.“

Aus dem Buch Weisheit durch Denken?

Verlag Beyerlein & Steinschulte ISBN:9783931095857

 

wirklichkeit